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WBM – Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH
Zwei Personen pflanzen im Rahmen der Aktion "Grüne Höfe" einen Baum auf der Grünfläche einer Wohnanlage.

© Claudius Pflug

Quartiere

WEITER 360 GRAD: FÜR LEBENDIGE ORTE

ALLES, WAS ZUSAMMENLEBEN WERTVOLL MACHT. IN BEZAHLBAR.

Wie wir Quartiere und Stadtraum gestalten.

Was macht ein Quartier lebendig? Wenn morgens der Bäcker öffnet, Menschen sich begegnen und kurze Wege den Alltag leichter machen. Genau solche Orte entwickeln wir. Quartiere, die als Ganzes funktionieren, sich lebendig anfühlen und vielen Menschen ein Zuhause bieten. Dafür verbinden wir bezahlbares Wohnen, passgenaue Lösungen für unterschiedliche Lebensphasen und ein starkes Gewerbe vor Ort.

Bezahlbarkeit ist für uns die Grundlage jeder Quartiersentwicklung. Wir bauen weiter, auch unter anspruchsvollen Bedingungen, und achten darauf, dass Qualität für alle sichtbar bleibt. Wer zu einem Richtfest kommt, soll keinen Unterschied zwischen geförderten und frei finanzierten Wohnungen erkennen. So entsteht eine Mischung, die trägt.

WOHNEN, DAS ZUM LEBEN PASST

Gleichzeitig richten wir unser Angebot konsequent an den Lebensrealitäten unserer Mieterinnen und Mieter aus. Viele Haushalte werden kleiner, Bedürfnisse verändern sich. Mit unserem Programm zur Wohnungsverkleinerung unterstützen wir seit 2023 den Wechsel in eine passendere Wohnung innerhalb unseres Bestands. Unsere Mieterinnen und Mieter erhalten konkrete Vorschläge, profitieren von fairen Mieten ohne Zuschläge und ziehen ohne doppelte Mietbelastung um. Bei geringem Einkommen kann ein Mieterlass zusätzlich entlasten. So schaffen wir Beweglichkeit im Bestand und helfen dabei, Wohnraum besser zu nutzen. Ergänzend entwickeln wir gezielt Lösungen für besondere Zielgruppen. Barrierefreie und altersgerechte Wohnungen ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Kleine Wohnungen bieten Studierenden und Auszubildenden einen guten Einstieg in die Stadt. Auch inklusive und generationenübergreifende Konzepte tragen dazu bei, dass sich Vielfalt im Quartier im besten Sinne abbildet. Valentina Gabriel, Abteilungsleiterin Vermietung, bestätigt dies: „Gute Bewirtschaftung heißt für uns, genau hinzusehen: Wie leben Menschen heute, was brauchen sie morgen? Dafür brauchen wir Angebote, die flexibel sind und den Alltag der Menschen wirklich im Blick haben.“

Ein Portrait von Valentina Gabriel.

© Claudius Pflug

„Gute Bewirtschaftung braucht flexible Angebote, die den Alltag der Menschen wirklich im Blick haben.“

Valentina Gabriel

Abteilungsleiterin Vermietung

ARBEITEN, VERSORGEN, BEGEGNEN

Gewerbe ist für uns ein echter Motor lebendiger Stadtteile. Erst die richtige Mischung macht aus einem Wohnort ein Quartier mit Ausstrahlung, Alltagstauglichkeit und eigenem Charakter. Wo Läden, Cafés, Werkstätten, soziale Einrichtungen und Dienstleistungen in direkter Nähe zu Wohnungen entstehen, wird das Quartier dichter, nahbarer und aktiver. Erdgeschosszonen werden zu Orten der Begegnung. Wege werden kürzer. Das Leben verlagert sich in den Stadtraum.

Ein Portrait von Odette Rybarczyk.

© Claudius Pflug

„Wir entwickeln attraktive Quartiere mit Gewerbe und passenden Nutzungen für nachhaltige Stadtteile.“

Odette Rybarczyk

Teamleiterin Gewerbe, Bestandsmanagement

Genau darin liegt die Kraft von Gewerbe. Es schafft Arbeitsplätze in der Nähe, stärkt die lokale Wirtschaft und prägt die Identität eines Viertels. Gleichzeitig erhöht es die Aufenthaltsqualität und sorgt dafür, dass Quartiere zu verschiedenen Tageszeiten belebt bleiben. Wir steuern diese Vielfalt bewusst und geben auch sozialen und kulturellen Nutzungen Raum. „Gewerbeflächen sind für uns ein wichtiger Baustein, um attraktive Quartiere zu entwickeln,“ ergänzt unsere Teamleiterin für Gewerbeimmobilien Odette Rybarczyk. „Wir sorgen dafür, dass unterschiedliche Nutzungen gut zusammenpassen und so stabile, vielfältige und nachhaltige Stadtteile entstehen.“

In diesem Sinne denken wir Berlin weiter 360 Grad: mit einem wirkungsvollen Zusammenspiel der Themen, die wirklich zählen.

UNSERE BESTÄNDE

Berlin Karte – Übersicht

2025: 34.498 Wohnungen, 1.493 Gewerbe

WBM Bestände 2025

Wie hält man ein Seniorenhaus
jung?

Nachgefragt bei Anna-Eleonore Tolksdorff, Vorbereitung Modernisierungen, Bestandsmanagement

Frau Tolksdorff, welche Arbeit leisten Sie und Ihr Team konkret für die WBM?

AET: Wir sind Schnittstelle zwischen Mietenden und Technischer Abteilung (Bauleitung) und begleiten unsere Mieterinnen und Mieter durch die gesamte Bauphase – von der Ankündigung bis zur Rückkehr in die modernisierte Wohnung. Wir erklären Schreiben, organisieren Informationsrunden, führen persönliche Gespräche und suchen individuelle Lösungen.

Im Projekt in der Niebuhrstraße/Wielandstraße ging es um ein Seniorenhaus. Was war dort besonders?

AET: Die Bewohnerschaft ist über 65 Jahre alt. Viele leben allein, einige mit gesundheitlichen Einschränkungen. Eine Modernisierung greift stark in den Alltag ein. Unser Anspruch war deshalb: viel Rücksicht, klare Kommunikation – und immer im Dialog.

Ein Portrait von Anna-Eleonore Tolksdorff.

© Claudius Pflug

„Viel Rücksicht, klare Kommunikation und immer im Dialog: so verstehen wir Mieterbetreuung.“

Anna-Eleonore Tolksdorff

Mitarbeiterin Vorbereitung Modernisierungen, Bestandsmanagement

Wie haben Sie die Zeit organisiert, in der Wohnungen nicht nutzbar waren?

AET: Viele Mieter sind strangweise für die Bauphase vorübergehend umgezogen. Wir haben barrierefreie Apartments in der Nähe organisiert, damit das gewohnte Umfeld erhalten bleibt. Einige konnten zu Angehörigen ziehen – und wir finden immer wieder individuelle Lösungen.

Was wurde baulich modernisiert?

AET: Im Grunde fast alles: Schadstoffe wurden entfernt, Leitungen und Bäder erneuert, teilweise neue Küchen eingebaut. Die Fassade erhielt Wärmedämmung, Fenster wurden erneuert, Balkone und Außenanlagen wurden instand gesetzt. Videoklingelanlagen erhöhen heute die Sicherheit. Gleichzeitig blieb die barrierearme Struktur erhalten.

Viele Menschen hängen an ihrer Wohnung – selbst wenn sie nicht mehr modern ist. Wie waren die ersten Reaktionen?

AET: Anfangs überwog Skepsis. Viele hatten sich mit dem veralteten Zustand arrangiert. Wir haben deshalb früh informiert, eine Mieterversammlung organisiert und immer wieder das Gespräch gesucht. Das hat Vertrauen geschaffen. Später kam oft Erleichterung – und auch Dankbarkeit für den neuen Wohnkomfort. Gleichzeitig waren die kommunikativen Herausforderungen groß: Bau bedeutet Lärm, Staub und manchmal Verzögerungen. Wir mussten viel erklären und zuhören. Ältere Menschen schauen genau hin – das kann herausfordernd sein, hilft aber auch, Qualität zu sichern. 

Rückblickend: Was nehmen Sie aus dem Projekt mit?

AET: Offenheit ist entscheidend. Wenn wir transparent erklären, warum etwas länger dauert, wächst das Verständnis. Und: Modernisierung ist mehr als Technik. Es geht um Menschen und um das Gefühl, gut begleitet zu sein.

Die beige-orange Fassade des Gebäudes an der Ecke Wielandstraße/Niebuhrstraße. Ein Antennenturm ragt über das Dach. Im Vordergrund sind geparkte Autos und Bäume zu sehen.

© Claudius Pflug

Wielandstraße / Niebuhrstraße

Blieb der Kontakt nach Abschluss bestehen?

AET: Teilweise ja. Einige Mieter haben sich persönlich bedankt. Solche Rückmeldungen zeigen, dass sich der Einsatz lohnt.

Was ist das nächste Projekt, auf das Sie sich freuen?

AET: Ein großes Modernisierungsvorhaben in Berlin-Buckow. Fünf Jahre Bauzeit, viele Wohnungen, sehr unterschiedliche Mieterschaften. Wieder geht es um Substanz, Sicherheit und soziale Verantwortung – genau das macht unsere Arbeit aus.

Frau Tolksdorff, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

VIELFALT UND INTEGRATION IN DEN QUARTIEREN

Mieterzufriedenheit

Die Zufriedenheit unserer Mieterinnen und Mieter hat für uns Priorität. Deshalb arbeiten wir jeden Tag daran, Service, Kommunikation und Wohnumfeld spürbar zu verbessern. Mit dem Projekt Kundendialog bauen wir auf wichtigen Fortschritten auf: gebündelte Kontaktwege, klare Prozesse und digitale Unterstützung durch unseren Chatbot „Mia Mittendrin“. So kümmern wir uns verlässlich um Themen wie Sicherheit, Sauberkeit, Müllentsorgung, Grünpflege und Außenanlagen – nah an den Menschen und ihren Anliegen. 

Drei Personen sitzen auf Bänken auf einem Gemeinschaftsplatz im Innenhof eines Quartiers, im Vordergrund ein Sandkasten.

© Nils Hasenau